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Schön dass Sie näheres über Nikolaus und Weihnachtsmann erfahren wollen. Werden doch die beiden doch immer wieder in einen Topf geworfen. Hier steht die ganze Wahrheit! Der Nikolaus
Der Nikolaus war Bischof in Myra (heute Demre) in der Türkei. Um 350 nach Christi Geburt war dies ein oströmischer Bezirk. Nach seinem Tod wurde er zunächst im Dom von Myra begraben. Später wurden seine Gebeine aus Furcht vor Überfällen der Sarazenen und von Piraten nach Bari in Süditalien gebracht. Nikolaus ist Schutzpatron der Schiffer, der Getreidehändler und der Kaufleute. Im Mittelalter war er auch der Patron der Ritterburgen. St. Nikolaus war ein Freund der Armen, hilfsbereit und freigiebig, besonders bei Kindern. So sagt die Legende, dass er einem armen Vater, dessen Kinder auch im Winter barfuss laufen mussten, für diese Schuhe vor die Haustüre stellte. Als die Kinder sie voller Freude anprobieren wollten, konnten sie nicht hineinschlüpfen, weil sie obendrein auch noch mit Süßigkeiten und Obst gefüllt waren. Eine andere Geschichte erzählt von drei Jungfrauen, die kein Geld für die Mitgift hatten und somit nicht heiraten konnten. Eines Nachts hingen sie ihre Strümpfe an den offenen Kamin zum Trocknen und St. Nikolaus warf von oben Goldklumpen in die Strümpfe. Das erklärt, warum z.B. der Nikolaus durch den Kamin kommt oder warum man die Stiefel vor die Türe stellt. St. Nikolaus ist scheinbar auch der Erfinder des "Hutzel- oder Kletzenbrots". Als in Myra eine Hungersnot herrschte und die Getreidevorräte knapp wurden, ließ er aus verschiedenen Obstsorten Brot backen. Zumindest sagt es die Legende. Dargestellt wird St. Nikolaus heute als Bischof mit Mitra (Kopfbedeckung der Bischöfe), dem meist roten Umhang und dem Bischofsstab. Der Gedenktag ist der 6. Dezember. Die Figur des heiligen St. Nikolaus eignet sich besonders für Veranstaltungen rund um den Nikolaustag oder Weihnachtsfeiern wo noch der christliche Gedanke gepflegt wird. Der Nikolaus wird oft von einem Helfer begleitet. Regional unterschiedlich kann das der "Krampus", der "Nikodemus", "Knecht Ruprecht" der "Zarras" oder weitere oft abenteuerliche Gesellen. Unserem St. Nikolaus hilft der "Swarte Pit". Er kommt aus den Niederlanden und stellt einen schwarzen Pagen dar.
Der Weihnachtsmann
Weihnachtsmänner unter sich. Unser Weihnachtsmann wartet im Kaufhof auf die Kleinen. Der Weihnachtsmann hat seinen Ursprung vermutlich im russischen "Väterchen Frost". Er ist ein lustiger Geselle, der mit Rauschebart, rotem Gewand, roter (vor Kälte?) Nase und Stiefeln geradewegs aus dem Wald kommt. Er schleppt einen ganzen Sack voller Geschenke mit und ist die kommerzielle Antwort auf den christlichen Nikolaus. Für lustige und kommerzielle Zwecke ist er besser geeignet als der würdevolle Nikolaus. Er kann auch schon einmal auf Stelzen gehen, ein Glücksrad bedienen, Kinder schminken, Popcorn zubereiten oder Ballonfiguren modellieren. Weil er auch als Helfer vom Christkind fungiert, kann es sein, dass auf manchen Veranstaltungen zum Verwundern der Kinder schon einmal mehrere Weihnachtsmänner auftauchen. Etwas in Verruf geriet der Weihnachtsmann in letzter Zeit, weil viele Eltern über z.B. einen Studenten-Service einen Nikolaus buchten, zum Termin aber ein "Bademantel-Weihnachtsmann", so genannt wegen seiner billigen Kostümierung in Form eines Bademantels erschien. Unsere Weihnachtsmänner kommen ausschließlich in hochwertigen Plüsch-Kostümen mit Stiefeln, Bart und Perücke! |
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